Die betriebliche Altersversorgung – Geschichte der bAV

In der Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden die ersten Unterstützungskassen zur Verbesserung der sozialen Absicherung. Erste Hilfskassen gab es sogar noch ein Jahrhundert früher [Bild Hülfskassa]. Erst Ende des 19. Jahrhunderts entdeckten die Lebensversicherer das Feld der betrieblichen Altersversorgung für sich. Mittlerweile gibt es 5 Durchführungswege (mit insgesamt 7 Varianten der Durchführung).

Auf Ansinnen der Versicherungswirtschaft und aufgrund von deren Markmacht haben sich diese versicherungsförmigen Durchführungswege zuletzt immer stärker durchgesetzt. Allerdings ist es nicht ohne Grund, dass Großunternehmen wie z.B. Siemens, Bayer oder Thyssen Krupp immer noch die Vorteile der Kombination aus Direktzusage und der pauschal dotierten Unterstützungskasse nutzen. Die Bank im Unternehmen kann genutzt werden, um eine auf Sachwerten fundierte Altersvorsorge aufzubauen und das Eigenkapital des Unternehmens und die Motivation der Mitarbeiter zu erhöhen.

Im früher verwendeten 3-Säulen-Modell stellte die bAV als zweite Säule einen wichtigen Bestandteil der Altersvorsorge dar. Als zu Beginn des neuen Jahrtausends Säulen zu Schichten wurden, fand sich die bAV in der zweiten Schicht wieder, in der kapitalgedeckten Zusatzversorgung:

Der demographische Wandel belastet das umlagefinanzierte Rentensystem enorm. In der Entstehung im 18. und 19. Jahrhundert wurde die betriebliche Altersvorsorge dazu genutzt, um auch in gefährlichen Berufen z. B. der Kohleindustrie die Familien der Arbeiter zu versorgen. Im 20. Jahrhundert war sie ein beliebtes Instrument um besonders gute Mitarbeiter im Unternehmen halten zu können oder die Altersvorsorge von Führungskräften zu belohnen. Heute muss jeder Arbeitnehmer zusätzlich für sein Alter vorsorgen, um den Lebensstandard auch im Alter halten zu können.

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